
"Kleines Märchen, das sich keinesfalls verstecken muss .... "
Kurzinhalt
Aladin (Ritesh Deshmukh) ist Waise und leidet seid seiner Kindheit unter der seltsamen Namensgebung seiner Eltern.
Immer wieder werden ihm Lampen in die Hand gedrückt und alle finden es urkomisch ihn zum Reiben anzuhalten.
Zu allem Überfluss ist er auch noch ein in sich gekehrter, sehr schüchterner Junge, der kaum aus sich heraus kommt,
immer etwas paddelig wirkt und sich auch nicht verteidigt. Lieber läuft er weg.
Umso schwieriger wird es für Aladin als eine neue Studentin auftaucht.
Er ist vom ersten Augenblick fasziniert von Jasmin (Jacqueline Fernandez), aber leider hat auch Kasim sofort
ein Auge auf die schöne, junge Frau geworfen. Und Kasim moppt Aladin seid Kindertagen am Schlimmsten.
So schafft er es auch Jasmin einzuwickeln und diese lässt sich nichtsahnend dazu überreden Aladin
zum Geburtstag wieder eine Lampe zu schenken, doch genau diese sucht ihren Weg zu dem jungen
Mann, denn in ihr wohnt wirklich ein Dschinn (Amitabh Bachchan), der fortan Aladins ruhiges Leben aufwirbelt.
Aber er hat auch ein Geheimnis und keiner ahnt das der Ringmaster (Sanjay Dutt) schon auf dem Weg ist,
um Aladin zu töten ....
Ohja, an diesem Film kann man kritisieren und er bietet sich geradezu an in der Luft zerfetzt zu werden.
Hierfür sind aber andere zuständig, denn ich kann prima über Macken hinwegsehen,
wenn es auch vieles gibt, das mich begeistert !
Trotzdem möchte ich erwähnen, das es tatsächlich eine Sache gibt, die absolut nicht funktionieren will
und genau damit hätte ich niemals gerechnet, denn es ist Sanjay Dutt, der zwar Spass an seiner Rolle zeigt,
aber keinesfalls wirklich überzeugt. Leider hängt viel Filmspass immer am Bösewicht und wie überzeugend,
charismatisch und tja böse er ist. Hier hat Sanjay den Dreh einfach nicht raus, sicher wäre ein jüngerer Schauspieler nicht einmal übel gewesen, wenn ich da an Arjun Rampal in "Om Shanti Om" denke.
Dafür stimmt der Rest vom Cast !
Die Negativstimmen bei Kritikern lassen sich ganz einfach erklären.
Da wird verglichen und das nur in eine Richtung, nämlich mit erfolgreichen Hollywoodfilmen,
die nun einmal viel mehr Geld haben und dünne Storys durch Specialeffects überdecken können.
Augenwischerei auf die das Publikum nur allzuoft hereinfällt.
Soll jetzt keinesfalls heißen, das die Effekte in Aladin nicht gelungen wären.
Im Gegenteil ich habe aus Indien solch eine Qualität nicht erwartet und war angenehm überrascht.
Auch, das Timing stimmt zu 80%.
Und einige Gags machen richtig Spass, wie zum Beispiel der (Gitarren)Frosch ...
Die Songs sind allesamt wirklich stimmig, nimmt man mal den Abspann raus, der etwas zu sehr gewöhnungsbedürftig ist.
Fazit
Der Film muss sich wirklich nicht verstecken !
Im Vergleich ist er im Mittelfeld anzusiedeln, denn natürlich gibt es bessere Filme, aber auch viele Schlechtere,
die trotzdem bei uns zu Erfolgen wurden.
Einen verregneten Sonntagnachmittag färbt das Märchen allemal bunt und die Idee Aladin in die Neuzeit
zu verlagern,besticht
und den so oft in Filmen verwendeten Cyrano de Begerac Part in einem absolut schönen Song
zu verpacken, lässt Träumen. Vielleicht mag es nur ein Einwegfilm sein, der ein zweites Mal seinen Charme
verliert, aber einmal ist er wunderbar und macht Spass !
Mir hat er besser gefallen als Paheli oder Drona !!!
Das indische Kino übt in dem Genre, aber steigert sich auch schnell im Bereich Fantasy und Märchen !
Sein wir da doch mal objektiv ....
Sie sind geradezu die Auserwählten für diesen Bereich und es wird Zeit,
das auch ihr indisches Publikum das sieht und ihren eigenen Filmen eine Chance gibt !
Dann fließt mehr Geld in solche Projekte und sie können sich ihren Mythen zuwenden,
denn kein Land hat soviele märchenhafte Geschichten wie denn Indien zu bieten ....
Leider kann ich euch keine Songs vorstellen, da Eros das Einbetten nicht zulässt und alle anderen bei
Youtube sperren lässt. Kostenlose Werbung für die Filme unerwünscht ;o)
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