Erinnerung. Er geht dem Geheimnis seiner Herkunft auf den
Grund und gerät tief in ein Intrigenspiel. Anfangs noch
vertrauensseelig wird er immer skeptischer, denn nur eins ist
schnell klar, was immer er früher getan hat es hatte eine
kriminelle Note. Er war ein Meisterdieb.
Doch was stimmt nun, das er dies aus Spass gemacht hat
oder ist er wirklich ein Undercover Polizist, der versucht
einen großen Gangster zur Strecke zu bringen.
Ihm begegnen zwei Frauen, die sich Maya nennen und als
seine große Liebe ausgeben. Jede erzählt eine andere Geschichte.
Ist vielleicht keine von beiden wahr und das Rätsel um Prince
hat eine ganz andere Lösung ?
Sicher ist nur, das alle eine Münze von ihm wollen, die er
gestohlen haben soll, doch wo hat Prince sie versteckt ?
Prince bleiben vier Tage die Münze zu finden und das Geheimnis
um sich zu lösen, ansonsten wird sein Leben zu Ende gehen ohne,
das er jemals wieder weiß wer er einmal war ...
Wenn man jegliche Ansprüche an Logik aufgibt ist das hier ein unterhaltsamer Streifen, der zwar in vielen
Dingen große Probleme aufweist, die sind aber eher für Kritiker wichtig. Erkennbar und leicht störend
sind die manchmal zu gestellt wirkenden Actionszenen. Es wirkt nicht locker genug und wird so an manch
einer Stelle unfreiwillig komisch. Nicht so die Passagen, in denen sich Hauptdarsteller Vivek Oberoi
beweisen darf. Da spürt man den Kampfsportler und das er auch in seiner Freizeit intensiv trainiert.
Bei der Story muss man die größten Abstriche in der Logik machen, da einiges von weit hergeholt erscheint
und doch ist es so egal, weil der Streifen ja unterhalten will.
So ein Konzept ist nur etwas probelmatisch, wenn es noch an erfahrenden Leuten in der Umsetzung von
visuellen Effekten hapert oder eben Stunts so gestellt aussehen, das man eher schmunzelt, als gefesselt
zu sein. Ein Beispiel ist die Jagd mit Bikes über Hausdächer, da wird sich nicht einmal die Mühe gemacht
die Rampen zu verstecken, irgendwie zu tarnen, nein sie liegen dort wie selbstverständlich herum und
sehen auch noch alle gleich aus. Das sticht ins Auge.
Ich bin aber ein großer Fan von Vivek Oberoi und er macht nichts falsch. Er trägt seinen Charakter mit
Emotionen und zeigt neben Angst auch Wut. Ein Gesichtsausdruck, der von sämtlichen kleinen Mängeln
in der Umsetzung, ablenkt. Man spürt den Spaß den Vivek mit seiner Rolle hatte und optisch ist aus
ihm ein Mann geworden, der zu der früher so süßen Ausstrahlung nun noch ungemein sexy wirkt.
Keine Frage ich wäre auch gern an ihn gekuschelt aufgewacht ;o)
Doch wie soll ich diesen Film richtig beurteilen, im internationalen Vergleich könnte man ihn unter
Trash abharken, wegen der teilweise unausgereiften Specialeffects. Auch die Spielereien der Regisseurs
mit Computern und visuellen Effekten, wirken doch eher unausgegoren und streckenweise deplaziert.
In Indien war der Film, wenn auch anders eingeordnet, kein so großer Flop wie man annehmen möchte.
Vivek Starer haben immer noch ein großes Problem wegen alter Feindschaften mit Salman Khan, die
das Publikum dem damals noch jungen und impulsiven Vivek nicht verziehen hat. Dabei ist der Auslöser
dieser problematischen Situation schon lange mit Abhishek Bachchan verheiratet ;o)
Zurück zum Film, der im nationalen Vergleich gut mithalten kann. Es drängen sich zwei Vergleiche auf.
Einmal "Ghajini" und dann noch "Dhoom 1 & 2". Ghajini fällt allerdings aus dem Raster, denn auch
wenn ein Gedächnisverlust im Vordergrund steht, ist hier keine Ähnlichkeit mit dem Aamir Khan Streifen
zu entdecken. Die Dhoom Teile sind auch reines Unterhaltungskino und durch den Meisterdieb Plot auch
der interessantere Vergleichsansatz. In der Actionumsetzung gewinnt Dhoom 2, aber bei der Storyumsetzung
muss ich Prince hervorheben. Dhoom 2 hat zu viele Songs, die den Handlungsstrang unterbrechen.
Die Geschichte selber ist holprig und einige Elemente wollen nicht herein passen, was heißt hier ist
Prince ausgereifter. Die Abläufe stimmen. Schnitzer sind nur ein paar ganz kleine vorhanden.
Gegen Dhoom 1, das sollte noch erwähnt sein, können aber beide Streifen nicht an.
Und nun habe ich getan, was ich sonst verabscheue, ich habe verglichen, aber nur aus der Problematik
heraus, das man "Prince" zerfetzen müsste, aber das möchte ich nicht, da ich ihn für unterhaltsames Kino
halte und auch anerkenne, das der indische Filmmarkt seinen ganz eigenen Stil im Actionbereich hat.
Die Story ist gut, hat ihre Überraschungen und Vivek sieht nicht nur umwerfend aus, er spielt sich in
die Zuschauerherzen, nur eben in anderen Bereichen will sich der Film auf die falsche Art absetzen.
Ich denke, das er nichts für ein allgemeines Publikum ist, aber für Leute, die über Macken hinwegsehen
können und wollen, keine allzu verschwendete Zeit ist.
Fazit
Für Vivek Oberoi Fans oder auch diejenigen, die ihn einfach nur mögen, ist der Film Spaß !!!
Nicht zu vergessen, das ein gewisses Sabberlatzpotential mitschwingt.
Wer die trashigeren 90ger Jahre Actionvehikel mit Akshay Kumar mag, wird sich bei Prince zu Hause
fühlen, wenn auch der Trashfactor um Längen unter den alten Produktionen liegt.
Ich hatte meinen Spaß und nach langer Zeit wächst endlich mal wieder die Lust auf indische Filme bei mir !
Schnellvergessene, aber unterhaltsame Kost ;o)
Meine Hoffnung gebe ich ohnehin nicht auf, das der so hochtalentierte Vivek Oberoi die Kurve wieder
ganz bekommt und auch das indische Publikum ihn endlich wieder zu schätzen weiß.


1 Kommentare:
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